Freitag, 22. Mai 2015

Das Schwarze Auge und die Splitterdämmerung ...

Über DSA Abenteuer kann man ja vortrefflich streiten. Dies trifft auf die großen Metaplotrelevanten Kampagnenbände der Splitterdämmerung um so mehr zu. Schon alleine das Wort Metaplot lässt ja den einen oder anderen Rot sehen. Meistens sehe ich das ja etwas gelassener, aber in letzter Zeit hat es die Redaktion geschafft meine innere Ruhe zutiefst zu erschüttern.

Mit den frühen Bänden der Splitterdämmerung konnte ich noch etwas anfangen. Schleiertanz und Schleierfall, die ja auch nicht jedem zusagen, schienen mir wunderbar passend für eine sozial orientierte Gruppe von Helden, und selbst wenn man nicht alles daraus so verwenden kann, wie es abgedruckt ist, sind die beiden Bände für mich doch noch ein ganz brauchbarer Ideensteibruch. Damit kann und will ich arbeiten.

Nun ist ja gerade erst der letzte Band der Splitterdämmerung erschienen und nachdem mich der vorletzte Band 'Die Verlorenen Lande' schon tief skeptisch gestimmt hatte, hat mich nun die erste Beurteilung von 'Der Schattenmarschall' endgültig erschüttert. Wirklich. Ich kann nur mehr den Kopf schütteln.

Noch vor einem Jahr hätte ich gesagt, die Redaktion soll bitte keine neuen Regelböcke wie 'Elementare Gewalten' schießen und sich lieber auf Hintergrundbände und Abenteuer konzentrieren. Nachdem ich mich durch die erste Version der 'Historia Aventurica' gearbeitet hatte, habe ich im Geiste schon die Hintergrundbände von der Liste gestrichen, und nun, nach den letzten beiden Bänden der Splitterdämmerung, ist es so weit, dass ich nicht einmal mehr neue offizielle Abenteuer sehen will.

Die Verlorenen Lande


Erwartungshaltung: Ein Kampagnenband, der den Feldzug Kaiserin Rohajas gegen Haffax thematisiert. Ein Abenteuer, in dem militärisch Orientierte Helden glänzen können.

Resultat/Fazit: Eine Aneinanderreihung von Kommandoaktionen für die Helden, garniert mit etwas Lagerleben. Der eigentliche Feldzug tritt ziemlich in den Hintergrund. Ich bin versucht es eine Themenverfehlung zu nennen. Der Feldzug der Kaiserin wird in diesem Band auf jeden Fall völlig unter Wert verkauft. Ernsthaft. Aus dem Feldzug hätte man problemlos vier oder auch fünf Abenteuerbände schlagen können. So wirkt das ganze gekünstelt und gehetzt. So kann der Band höchstens als lockere Inspiration für Kommando-Unternehmen auf jedem beliebigen Feldzug dienen.

Kritikpunkte (ACHTUNG: RANT!):

1. Organisation: Ich erinnere mich vage an uralte Abenteuerbände, an denen Charakterbeschreibungen und vor allem Kampfwerte dort im Band vorkamen wo sie gebraucht wurden. Einfach und effizient. Irgendwann kam es in Mode zumindest Charakterbeschreibungen am Ende eines Bandes zu sammeln. Auch sehr Übersichtlich. In 'Die Verlorenen Lande' gibt es anfangs ein Kapitel in dem NSCs (und deren Armeen) vorgestellt werden, dann gibt es verteilt über den Band immer wieder NSC Beschreibungen mit Werten, und am Ende gibt es nochmals eine Sammlung von NSCs mit Kampfwerten.

Na dann, fröhliches Blättern! Übersichtlich ist anders.

2. Verweisorgie: Man kann es schon beim lesen des Vorwortes erahnen. Eine Halbseite Kürzel für andere Publikationen. Und tatsächlich, es wird, besonders bei den Charakterbeschreibungen der Verbündeten munter auf andere Quellen verwiesen. Wer diese nicht hat, muss sich wohl selbst etwas einfallen lassen, oder besagte Quellen nachkaufen. Besonders frustrierend, für keine der Verbündeten wurden Werte für Kriegskunde und die Eigenschaften auf welche dieses Talent gewürfelt wird angegeben, was die Scharmützelregeln im Anhang grundsätzlich nutzlos macht.

Danke, aber auch wenn es das Backcover sagt, ist Kenntnis der Wege Bände nicht ausreichend um mit diesem Band glücklich zu werden.

3. Scharmützelregeln: Grundsätzlich gut gemeint, ist auch diese Überarbeitung der Kampfregeln für größere Gruppen bis hin zu großen Schlachten leider nicht wirklich gut gelungen. Besonders frustrierend ist, dass auch hier wieder eine Extrawurst zu Kooperativen Proben wie im WdS vorgestellt eingeführt wurde. Diese Extrawurst klingt zwar erst einmal logisch, ist aber mitunter Schuld daran, dass die Kaiserlichen Heere, nach diesen Regeln keine einzige Schlacht auf dem Feldzug gewinnen würden. Dass für die Kaiserlichen Offiziere kein einziger Kriegskunst Wert angegeben ist, ohne den diese Regeln nicht funktionieren macht die Sache nicht besser.

Gut gemeint und gut gemacht sind leider sehr verschiedene Dinge.

4. Die Handlung: Rohaja zieht zu Felde. Was soll man da schon falsch machen können? Tja, es fängt damit an, wie die Beste den Feldzug anlegt. Sie stellt das schlechtest mögliche Aufgebot für die Aufgabe zusammen und auch ansonsten liegt so einiges im Argen.
  • Im Vergleich zum Feind inkompetente Adelige als Kommandokader, die dann eventuell auch noch von ritterlichen Idealen behindert werden, die der Kaiserin so gut gefallen. 
  • Ergänzt wird das Adelsaufgebot hauptsächlich von Landwehr, also zum guten Teil freien Bauern und Handwerkern, und zum Teil sogar von unfreien Bauern, die im Leben noch nie Kämpfen durften.
  • Die wenigen Garderegimenter, die es noch gibt und die den Heerzug begleiten, sind in der Regel weit von ihrer Sollstärke entfernt.
  • Söldner lässt man weitestgehend außen vor, da man dem professionellen Kriegsvolk mistraut. Daran, dass jeder Söldner den man nicht selbst bezahlt einer ist den der Feind anwerben kann denkt man wohl nicht ...
  • Die Perlenmeer Flotte wird zu einer Zuschauerrolle degradiert, da sie sich bisher auch nie mit Ruhm bekleckert hat.
  • Weitreichende Pläne zur Versorgung des Heerzuges werden nicht gemacht. Man wird sich schließlich schon durch Plünderung im Feindesland gut genug versorgen können. Klar. Dieses Land wurde von seinen Herrschern ja nicht seit mehr als einem Jahrzehnt aufs schlimmste ausgepresst.
Betrachtet man sich das Haffaxsche vorgehen wird es noch schmerzhafter offensichtlich, dass in der Redaktion niemand einem Kriegskunstwert im Bereich von 16 bis 26 auch nur annähernd gerecht wird. Selbst für die niedrigeren Werte der Unterführer reicht es nur bedingt. Ich mute mir zwar selbst auch nicht an, ein Haffax zu sein, aber besser als im Buch beschreiben bekomme ich es eventuell schon hin.
  • Der Stellvertreter von Haffax verstreut also seine Kräfte über das ganze Land, so dass sie nach und nach ausgelöscht werden können? Genial!
  • Die Tatsache, dass sich das kaiserliche Heer in drei Zügen nähert wird also nicht ausgenutzt, obwohl man zumindest das Tobrische Heer und wohl auch das Südheer problemlos auslöschen könnte, bevor sie sich mit dem Hauptheer wieder vereinigen. Und so weiter und so fort. Das ganze Genie beschränkt sich darauf, sich in Festungsanlagen zu verkriechen.
  • Haffax konnte Pericum für seinen großen Plan unmöglich noch zwei oder drei Wochen warten lassen. Eventuell wäre es ja sonst weg gerannt. Und die Truppen im Rücken der gegenrischen Armeen wieder anzulanden um diese in die Zange zu nehmen ging wohl auch nicht. Genial!
Im Ernst, der einzige Grund warum Rohaja diesen Feldzug gewinnt, ist dass ihre genialen Gegner sich dümmer anstellen als man für möglich halten sollte. Und hier gelange ich auch zu dem Punkt, wo ich der Handlung des Bandes nicht einmal mehr annähernd guten Gewissens folgen kann. Eigentlich haben es die Kaiserlichen angesichts soviel hanebücherner Dummheit verdient grausamst vor die Hunde zu gehen.

5. Beliebigkeit: Wie erwähnt beschränkt sich die Rolle der Helden weitgehend auf Kommandoaktionen. Lustigerweise können diese auch delegiert werden. Wenns also die Helden nicht machen, ja dann machts halt irgend ein anderer.

Hui! Da dürfen sich doch alle Helden gleich richtig speziell fühlen!

6. DSA5 Wink mit dem Zaunpfahl: Nichts spricht dagegen, hinten im Band eine Seite Werbung für die neue Regeledition unterzubringen. Im abschnitt zum Aufbau des Bandes will ich aber wirklich nicht lesen, dass das Abenteuer dazu dient Aventurien so zu verändern, dass es zu DSA5 passt. Ich will auch nicht durch die Blume erzählt bekommen, dass Helden bei DSA5 dank ihrer Schicksalspunkte was besonderes sind, und diese SchiPs ein wirklich tolles Ding werden.

Danke, aber nein Danke.

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Schlimmer wird es dann nur mehr in 'Der Schattenmarschall'. Hier verweise ich einmal auf die erste Kritik von Sumaro zum Abenteuerband im Bewertungsthread des DSA Forums. Tut mir leid, aber es scheint als wurde das Thema verfehlt. Nach 'Die Verlorenen Lande' war ich schon skeptisch, aber spätestens jetzt habe ich keine Lust mehr auf das Abenteuer. Rohajas Feldzug und Haffaxs Konter werden in meinem Aventurien wohl gänzlich anders ablaufen.

Freitag, 24. Oktober 2014

Buchpreisbindung

Aus aktuellem Anlass sehe ich mich genötigt, ein paar meiner Gedanken, um nicht zu sagen meinen Frust, zur Buchpreisbindung in die Welt hinauszuschrei(b)en. Große Teile des Österreichischen Nationalrats hielten es kürzlich scheinbar für eine glänzende Idee, besagte Buchpreisbindung auch auf eBooks auszudehnen. Ein Schelm könnte geneigt sein, den Einfluss von Lobbyisten und womöglich sogar die Weitergabe von Geldkoffern zu unterstellen. Da man aber nicht durch Böswilligkeit erklären soll, was sich auch durch schlichte Unfähigkeit begründen lässt, will ich mir heute keine Narrenkappe aufsetzen.

Unter anderem wird dieses, auch bei gedruckten Büchern schon ziemlich marktfeindliche, Gesetz damit gerechtfertigt, dass Kulturelle Vielfalt erhalten werden soll. Tatsächlich scheint es sich aber eher um eine indirekt Subvention großer, etablierter Händler zu handeln. Tatsächlich ist es wohl eher so, dass kaum ein heimischer Autor die Chance hat von einem heimischen, oder anderen, Verlag publiziert zu werden, wenn er nicht selbst große Summen für die Publikation vorschießt oder der Verlag Bestsellerpotential wittert. Gesetzlich verankerte Mindestpreise hatten für große Händler dann noch den Vorteil, dass ein guter Teil des Wettbewerbs durch staatliche Verordnung ausgeschaltet war.

Nun wird der Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über die Preisbindung bei Büchern auch auf elektronische Formate ausgedehnt. Bisher hatte ein Autor, der keine Chance hat bei einem Verlag unterzukommen, noch immer die Möglichkeit seine Publikationen im elektronischen Selbstverlag auf den Markt zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, fehlt doch einerseits die Fachliche Unterstützung eines großen und erfahrenen Verlagshauses und warten andererseits doch schon die Geier (große elektronische Handelsplattformen werden hier gerne genannt) um mit Knebelverträgen möglichst viel Kapital aus dem Entrepreneur zu schlagen.

Preisliche Flexibilität war bisher einer der wenigen Vorteile die der Selbstverlag von eBooks in diversen Formaten bot. Nun gibt der Staat etablierten (Groß)Händlern Mittel in die Hand die unliebsame Konkurrenz in die Knie zu zwingen. In Zukunft muss nun auch der Selbstverlegende Autor Mindestpreise für seine elektronischen Publikationen festlegen. Nicht nur das, er muss sie auch kundtun. Es wird ihm also auch noch etwas zusätzliche Bürokratie aufgebürdet. Eine elektronische Publikation zu erstellen und zu vermarkten war bis jetzt ja auch viel zu einfach. 

Natürlich macht es ein solcher Mindestpreis auch schwer sich neuer Innovativer Vertriebsmodelle zu bedienen. Ein Pay-What-You-Want Modell umzusetzen wird damit, gerade für finanzschwache Selbstverleger, die sich keinen großen (oder kleinen) Rechtsstreit leisten können, zum nahezu unmöglichen Abenteuer, bei dem man ständig den Atem der Anwälte der Preisbindungskanzlei im Nacken spürt. Einen entsprechender Präzedenzfall gab es etwa schon in Deutschland.

Welche Auswege bleiben also? Kann man etwa einen Mindestverkaufspreis von 0 € angeben und dann doch für, einen vom Kunden bestimmten, höheren Betrag verkaufen? Oder würde man dann schon wieder wegen unlauteren Wettbewerbs vor Gericht gezerrt? Das ist eine Frage mit der man sich vielleicht an die Wirtschaftskammer wenden sollte. Die andere Alternative? Einfach nicht mehr in deutscher Sprache publizieren. Das österreichische Buchpreisbindungsgesetz gilt schließlich nur für deutschsprachige Publikationen. Das englischsprachige Publikum ist in der Regel ohnehin größer. Sehr gut. Das Gesetz scheint seine Aufgabe die Vielfalt der deutschsprachigen Literatur zu schützen vorbildlich zu erfüllen.

Montag, 11. August 2014

Artefakte, Kartenmaterial und Geschichten

Once again I find myself writing a blog entry regarding the German RPG "Das Schwarze Auge". from Ulisses Spiele. For this reason the rest of this post will be in German. If you are a fan of the english Version of this Tabletop RPG, called The Dark Eye let me know if you would like an English version of the blog posts contents.
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Artefakte

Nachdem ich vor einiger Zeit meine bisherigen Ideen zu Artefakten gesammelt im Downloadbereich der Orkenspalter Webseite hochgeladen habe spuken mir mittlerweile einige neue Ideen durch den Kopf. Hier gleich einmal ein erstes Beispiel.

Abhörrohr, Seite 1 von 2
Abhörrohr, Seite 2 von 2

Ursprünglich wollte ich für die nächste Sammlung an Artefaktthesen vor allem diverse Spionage-Gimmicks zusammentragen, aber dieser Entschluss bröckelt bereits wieder. da mir einfach zu viele andere Ideen durch den Kopf spuken. Momentan bin ich aber vor allem am überlegen, das Format und die Umsetzung etwas zu ändern. Text lässt sich in Blender zwar ganz wunderbar setzen und kreativ formatieren aber es fällt doch auf, dass Blender in keiner Weise eine Textverarbeitungssoftware ist. Vor allem eine Rechtschreibprüfung fehlt schmerzlich. Selbst mit schleichen sich bei mir noch reichlich Fehler ein.

Kartenmaterial

In letzter Zeit begeistern mich DSA Publikationen immer wieder mit wunderschönem Kartenmaterial, wie etwa die Karten von Hannah Möllmann. Da muss man unweigerlich ins Schwärmen kommen. Das weckt natürlich auch den Ehrgeiz in mir, und wenn ich schon einmal dabei bin Kartenmaterial für meine Gruppe zu entwerfen kann ich erste Resultate auch einmal hier hochladen.

Generischer Grundriss einer Stadtvilla

Eine noch nicht ganz fertige Version einer Karte die demnächst vielleicht Verwendung am Spieltisch findet. Natürlich derzeit noch ohne Details und Legende, damit sich meine Spieler gegebenenfalls nicht all zu sehr bemühen müssen Spieler- und Heldenwissen zu trennen. Mit den Meisterwerken von Hannah Möllmann und anderen DSA Kartografen kann sich das zwar noch nicht messen, aber die erzielten Effekte gefallen mir für den Anfang schon einmal.

Geschichten

Nachdem der Orkenspalter Kurzgeschichtenwettbewerb schon einige Zeit zurückliegt bin ich gerade dabei eine Fortsetzung für meinen Beitrag zu schreiben, wie es ja der eine oder andere Teilnehmer bereits getan hat. Dank der freundlichen Unterstützung durch anderen Mitglieder der Orkenspalter Gemeinschaft wird diese hoffentlich, vor allem im Bereich der Rechtschreibung, den ersten Teil übertreffen. Mehr dazu demnächst.
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Wie immer gilt, dass Kommentar und Feedback gerne gesehen und höchst willkommen sind. Wie bei den letzten Beiträgen gilt, dass die obigen Grafiken, inklusive Text in Blender, einer 3d Modellierungssoftware entstanden sind. Dies bedeutet unter anderem, dass keine Rechtschreibprüfung irgendeiner Art stattgefunden hat. Rechtschreibfehler sind also mit ziemlicher Sicherheit enthalten.
Grafiken und Text stammen aus eigener Produktion, oder, im Falle der Verwendeten Logos, Symbole und Seitenleisten, aus dem Ulisses Fanpaket.
„DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.“

Mittwoch, 4. Juni 2014

Artefaktthesen & Wunschträume

Once again I find myself writing a blog entry regarding the German RPG "Das Schwarze Auge". from Ulisses Spiele. For this reason the rest of this post will be in German. If you are a fan of the english Version of this Tabletop RPG, called The Dark Eye let me know if you would like an English version of the blog posts contents.
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Artefaktthesen


Vor nicht all zu langer Zeit habe ich am zweiten großen Orkenspalter Kurzgeschichtenwettbewerb teilgenommen. Die Ergebnisse dieses überaus unterhaltsamen Wettbewerbs, inklusive meines Beitrags, findet ihr selbstverständlich im Downloadbereich der Orkenspalter Webseite. Des weiteren habe ich mich dazu entschieden, auch meine kleine Sammlung von Artefaktthesen dort zum Download anzubieten. Wer sich von diversen Tippfehlern nicht abschrecken lässt, dem sei dort der Download dieser kleinen Ringkunde empfohlen.

http://www.orkenspalter.de/filebase/index.php/File/774-Kleine-Ringkunde-Bd-1/

Kleine Ringkunde

Wunschträume


Auch ansonsten tut sich in der Welt des Schwarzen Auges einiges. Unter anderem sind ja das Betaregelwerk aber auch die Betaabenteuer für DSA5 erschienen. Über das Regelwerk will ich mich hier nicht weiter auslassen. Die Abenteuer jedoch wissen zu gefallen, wie auch die künstlerische Gestaltung ganz generell. Das bringt mich zu zweiten Punkt auf den der Titel dieses Beitrags hinweist, den Wunschträumen.

Den ersten großen Wunschtraum, dass sich die Redaktion das mit einer neuen Regeledition noch einmal anders überlegt und stattdessen das Regelwerk der Edition 4.1 überarbeitet, klarstellt und besser ordnet anstatt wild zu streichen und das Rad neu zu erfinden habe ich ja bereits seit einiger Zeit zu Grabe getragen.

Der zweite große Wunschtraum jedoch lebt weiter. So gerade eben. Mein Wunsch wäre es ja immer noch, dass sich die Redaktion mehr auf Inhalte anstatt auf Regeln verlegt. Seit durchaus schon längerer Zeit schweben ja DSA Publikationen wie die semi mysteriöse "Elftes Zeitalter Box" aber auch der sagenumwobene "Hexenband" im Publikationslimbus. Es wurde diskutiert, irgendwann auch einmal angekündigt und immer weiter verschoben und so weiter.

Nun könnte ich nicht einmal mit sicherheit sagen, ob diese Publikationen wirklich erscheinen werden, oder ob sich alles in Schall und Rauch auflöst. Schade eigentlich. Nachdem DSA5 quasi vor der Tür steht und bereits angedroht wurde Regeln (sofern man Spezies und Professionspakete noch Regeln nennen kann) in Erweiterungsbände auszulagern bin ich mir jetzt auch nicht mehr sicher ob ich diese Publikationen noch sehen will. Doppelt Schade. 

Aber vielleicht sehe ich das ja auch zu schwarz? Vielleicht wird ja doch alles gut und die Spielerschaft bekommt doch irgendwann Regelunabhängige Hintergrundbände? Da würde ich mir ja noch viel mehr als die Erwähnte 11. Zeitalter Box und den Hexenband wünschen. DSA bietet ja so viel nur spärlich beleuchtete Geschichte, dass man dafür nicht einmal den Metaplot Jahr um Jahr in die Zukunft spinnen müsste. Wie sehr würde ich mich etwa über eine Maraskan Box freuen welche die Insel vor der Eroberung durch das Mittelreich thematisiert. 

Wie wäre es mit Erweiterungen zur DDZ Box? Ein Band zu Hjaldingern oder den Al'Hani? Auch für die Garethbox würde ich mir eine bestimmte Erweiterung ganz dringend wünschen, eine Karte (oder auch mehrere) welche die Stadt vor dem Jahr des Feuers (und jeweils weiteren Umwälzenden Ereignissen) zeigt gemeinsam mit Begleitheft zu diversen anderen Änderungen in der Stadt. Besonders wenn man die Stadt im Wandel der Jahrzehnte bespielen will wäre etwas Hilfe dieser Art nicht zu verachten!

Hui, und ich sage es immer wieder. Abenteuer! Viel mehr Abenteuer. Auch wenn wir momentan mit einigen Perlen wie "Friedlos", "Steinerne Schwingen" und "Namenlose Nacht" verwöhnt werden wünsche ich mir doch eine gefühlte Bazillion Abenteuer mehr. Mehr solche Glanzstücke! Aber auch kürzere nicht Metaplot relevante Abenteuer und mehr themenbasierte Anthologien! Wo Aventurien schon seinen drallen Metaplot hat, sollten nicht Teile davon Jahre oder Jahrzehnte brach liegen und Staub ansetzen!

Was nutzt schon die Unterscheidung in offizielle Handlungsstränge und Handlungen und Schicksale die dem einzelnen Spielleiter überlassen bleiben wenn man dann Ewigkeiten warten muss bevor auch nur eine Ankündigung erscheint, dass ein offizieller Handlungsstrang wieder aufgegriffen wird? Mir scheint das sehr unbefriedigend.

Eigentlich wollte ich ja nicht auf DSA5 zurückommen, aber das Thema schleicht sich immer wieder ein. Für das Regelwerk kann ich mich ja nicht richtig begeistern, aber wie ich bereits erwähnte gefällt mir die künstlerische Begleitung ganz gut. Mein letzter großer Wunschtraum in diesem Zusammenhang wäre dann, das Ulisses Artbooks herausgiebt, die es dem geneigten Spieler erlauben sich an den gesammelten Kunstwerken (und deren Geschichte) zu ergötzen ohne sich Regelbände kaufen zu müssen.

Montag, 3. März 2014

Elder Scrolls Online BETA Wochenende

Nachdem ich ja eigentlich schon alles Interesse an Elder Scrolls Online verloren hatte habe ich letztes Wochenende doch noch die Chance genutzt einige Stunden in der Beta des Spiels zu verbringen. Einerseits weil der Crafting Trailer doch noch einmal mein Interesse wecken konnte und andererseits weil ich mir später nicht sagen lassen will, dass ich über ein Spiel meckere welches ich nie selbst ausprobiert habe. 

Wie einige meiner Tweets nahelegen bin ich ja mit einer sehr gespaltenen Haltung in die Beta gegangen. Eventuell könnte man mir sogar unterstellen, dass ich ziemlich skeptisch war. Und, um den Schluss schon einmal vorweg zu nehmen, daran hat sich nicht all zu viel geändert. Als MMO macht das Spiel einiges besser oder zumindest erfrischend anders als die alteingesessene Konkurrenz. Als Elder Scrolls Rollenspiel bleibt es aber weit hinter den vorangegangenen Einzelspielertiteln zurück.

Genau bei letzterem Punkt liegt für mich die Quelle vieler Probleme die das Spiel in meinen Augen hat. Aber selbst wenn man diesen Punkt vollkommen außer acht lässt, etwas das ich nicht kann, ist nicht alles eitel Wonnen und Sonnenschein. Obwohl das Spiel versucht sich einige Schritte vom Einheits MMO Brei zu entfernen waren die Entwickler bei weitem nicht so mutig wie die Konkurrenz von so manchem Nischenprodukt aus Fernost. Dazu kommen einige lästige Bugs. 
  • Quests bei denen man immer und immer wieder reloggen muss, bis man endlich einen Gegner bschwören und besiegen kann.
  • Ein Interface, dass immer wieder neu geladen werden muss nachdem es beim Händlerbesuch oder bei der Verwendung einer Crafting Station abgestürzt ist.
  •  Das Phasing. Das ist kein Feature. Das ist samt und sonders ein Bug.
Um nur die zu nennen, die mich am meisten gestört haben. Aber zumindest besteht hier Hoffnung, dass  solche Fehler in der finalen Vertriebsversion behoben sein werden. Die meisten Anderen meiner Kritikpunkte sind wohl untrennbar mit meiner, durch die Elder Scrolls Vorgängertitel geweckten, Erwartungshaltung verbunden.
  • Die Welt ist groß, was an sich nicht schlimm wäre. Aber! Aber im vergleich zu Skyrim et.al. ist sie auch leer. Bei Skyrim konnte man alle paar Schritte ein Blümchen pflücken, sich durch dichtes Gebüsch schleichen oder eine besondere Örtlichkeit entdecken. Natürlich gibt es das auch in TESO. Aber, bei TESO ist dazwischen viel .... NICHTS. Besonders fällt das auch in den Siedlungen auf, wo sich weite leere Plätze zwischen übergroßen Häusern erstrecken.
  • Die Welt ist statisch. Es gibt zwar Tag und Nacht Zyklen, aber auf die Spielwelt haben diese keinen Einfluss. MMO typisch stehen die Händler vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage die Woche hinterm Tresen und bieten ihre Waren feil. Die Handwerker stehen ähnlich rund um die Uhr an der Werkbank. Ein Höhepunkt ist es schon, wenn der Schmied mal von der Esse zum Amboss geht. So gar nichts hat dies mit den Vorgängern der Elder Scrolls Reihe zu tun, die zumindest einigermaßen den Anschein erwecken konnten, dass NPCs ein Leben haben.
  • Eine Geschichte wie auf Schienen. Zumindest in den von mir bespielten Anfängergebieten hatte ich andauernd das Gefühl, dass mich das Spiel an der Hand nimmt und mir seine Geschichte aufzwingt. Um so schlimmer wurde dies, da einem immer ganz deutlich war das man hier MMO typisch nichts einzigartiges erlebt. Trotz verkorkstem Phasing. "Hui, da habe ich jetzt die Bewohner des Dorfes vor der Invasion gerettet. Bekomme XP, Gold und ein nettes Item dafür ... so wie jeder andere auch." "So, so ich bin also irgend so ein Auserwählter. Der Prophet hält mich für etwas ganz besonderes. So wie jeden anderen auch ..."
  • Das Schnellreisesystem von dem ich eigentlich nicht viel gemerkt habe. Da boten die Elder Scrolls Vorgänger ja alles vom Schlickschreiter über Schiffe bis zu Kutschen und dem Warp per pedes. Aber an eines kann ich mich nicht erinnern. Magische Warp Schreine. Für mich ein ganz klarer und ziemlich unnötiger Stilbruch. Warum nicht schlicht und einfach das System aus Skyrim übernehmen? Schnell reisen an jeden Ort den man schon besucht hat? Wäre das so schlimm gewesen?
  • Wiederbelebung mit Seelensteinen? Erklär mir das doch bitte einer. Für mich macht das schlicht keinen Sinn. Noch so ein unnötiger Stilbruch. Als Spieler der auch im Einzelspieler Spiel gerne und oft speichert, und ab und an auch neu lädt nachdem er gestorben ist. liegt es mir fern hier eine Permadeath Mechanik zu verlangen (obwohl diese vielleicht einen gewissen Reiz hätte) aber irgend eine Lösung die besser zum Hintergrund passt hätte es doch geben müssen.
  • Verzauberungen ohne Seelensteine. Seelensteine können nach wie vor verwendet werden um magische Waffen auf zu laden, aber zum Verzaubern an sich braucht man sie nicht mehr. Dafür gibt es jetzt extra Runen. Tja ja. NEIN! Noch so ein völlig unnötiger Stilbruch. Nochdazu im ansonsten ziemlich gelungenen Crafting System.
  • Charakterklassen. Von Anfang an ein Punkt den ich nur kritisieren konnte. und damit werde ich auch jetzt nicht aufhören. Ist es unbedingt nötig im ansonsten so flexiblen System den Spieler zu einer frühen Festlegung auf drei Klassenspezifische Talentbäume zu zwingen? Hätte man nicht einfach eine Variante des flexiblere Systems aus den Einzelspieler Vorgängern übernehmen können?
  • Ein Inventar das in Plätzen gemessen wird. Gewicht ist ja auch total überbewertet. Noch so ein unnötiger Kniefall vor dem MMO Einheitsbrei der mit Elder Scrolls Konventionen die ich lieben gelernt habe bricht. Der Modebewusste Krieger sollte ja auch unbedingt in der Lage sein fünzig oder mehr Plattenpanzer im Gepäck zu haben, damit er ja nie zwei Tage in folge im selben Outfit erwischt wird.
  • Fehlende Unterstützung von MODs jenseits von User Interface Anpassungen die ich in MMOs abgrundtief verabscheue. Zugegeben, MODs in dem Sinne wie bei Skyrim et.al. wären in einem MMO auch schwierig um zusetzten, aber TESO bietet ja nicht einmal die Funktionalität der Foundry aus Neverwinter. Das ist einfach nur armselig.
Und hier höre ich lieber auf, auch wenn mir noch ein paar Sachen einfallen würden. Ich merke schon wie mein Blutdruck steigt. Jetzt noch weiter zu schwafeln wäre womöglich ungesund. Zum Abschluss noch einmal mein Fazit. 

Als MMO gemessen an MMO Standards ist TESO nicht schlecht, aber auch nicht wirklich herausragend. Eine wirkliche MMO Perle ist das Spiel nicht. Dafür hat man zu viele Kompromisse und Kniefälle gemacht, wo mutigere Entwickler etwas wirklich Neues hätten schaffen können.

Als Titel der Elder Scrolls Reihe ist das Spiel für mich eine herbe Enttäuschung. Mit den Einzelspieler Vorgängern kann weder die fade, leere Welt noch die lauwarme Grafik mithalten. Besonders mit Bezug auf den letzten Punkt ist TESO für mich ganz eindeutig nicht den hohen Preis eines AAA Titels wert.

Montag, 27. Januar 2014

Das Schwarze Auge - Artefaktthesen 9

Once again I find myself writing a blog entry regarding the German RPG "Das Schwarze Auge". from Ulisses Spiele. For this reason the rest of this post will be in German again. If you are a fan of the english Version of this Tabletop RPG, called The Dark Eye let me know if you would like an English version of the blog posts contents.
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Und wieder ein kurzer Blogpost zum Thema "Das Schwarze Auge". Ist das wirklich erst mein neunter Eintrag in der Serie? Irgendwie scheine ich ein Artefakt ausgelassen zu haben wo doch das heutige bereits Nummer zehn in meiner Kleinen Sammlung ist. Höchst seltsam. Wie auch immer, diesmal stelle ich ein kleines Artefakt vor das man wohl als durchaus gewöhnlich wenn nicht gar banal bezeichnen könnte. Ein einfacher temporärer, kurzzeitig wirksamer Charisma Ohrring. Nach den Standards diverser Rollenspiel und wohl auch denen von DSA also wirklich nichts besonderes. Oder? Meiner Meinung nach trotzdem ein nettes Kleinod. Man beachte jedoch das Ablaufdatum und frage eine akkreditierten Thaumaturgen nach Risiken und Nebenwirkungen.


Inaurem Delcudo, Seite 1 von 2

 
Inaurem Delcudo, Seite 2 von 2

 
Wie immer gilt, dass Kommentar und Feedback gerne gesehen und höchst willkommen sind. Wie bei den letzten Beiträgen der Artefakt Serie gilt, dass die obigen Grafiken, inklusive Text in Blender, einer 3d Modellierungssoftware entstanden sind. Dies bedeutet unter anderem, dass keine Rechtschreibprüfung irgendeiner Art stattgefunden hat. Rechtschreibfehler sind also mit ziemlicher Sicherheit enthalten.
Grafiken und Text stammen aus eigener Produktion, mit Ausnahme des Fanprojekt Logos aus dem Ulisses Fanpaket.
„DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.“

Donnerstag, 9. Januar 2014

Das Schwarze Auge - Artefaktthesen 8

Once again I find myself writing a blog entry regarding the German RPG "Das Schwarze Auge". from Ulisses Spiele. For this reason the rest of this post will be in German again. If you are a fan of the english Version of this Tabletop RPG, called The Dark Eye let me know if you would like an English version of the blog posts contents.
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Und wieder ein kurzer Blogpost zum Thema "Das Schwarze Auge". Dies wird der mittlerweile achte Eintrag zum Thema Artefakte in der Welt des Schwarzen Auges. Damit nähere ich mich langsam der Zahl von insgesamt 13 Artefakten (Ursprünglich sollten es 12 sein, aber aus unerfindlichen Gründen ist noch eines dazugekommen.) für die erste Sammlung in Form eines PDFs, einen ersten Band meiner Interpretation einer kleinen Ringkunde. Diesmal ist ein magischer Siegelstock zum Schutz geheimer Korrespondenz das Thema.

 Serra Signae, Seite 1 von 2

 Serra Signae, Seite 2 von 2

Wie immer gilt, dass Kommentar und Feedback gerne gesehen und höchst willkommen sind. Wie bei den letzten Beiträgen der Artefakt Serie gilt, dass die obigen Grafiken, inklusive Text in Blender, einer 3d Modellierungssoftware entstanden sind. Dies bedeutet unter anderem, dass keine Rechtschreibprüfung irgendeiner Art stattgefunden hat.

Grafiken und Text stammen aus eigener Produktion, mit Ausnahme des Fanprojekt Logos aus dem Ulisses Fanpaket.
„DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.“